Wechselausstellung im Forum ALTE POST
Wechselausstellungen
"Es war einmal - Die Brüder Grimm und ihre Märchenwelt" vom 5. Juli bis 16. August 2026
Im Sommer widmet sich die Ausstellung "Es war einmal - Die Brüder Grimm und ihre Märchenwelt" der Geschichte der Märchenillustration von der Romantik bis zur Gegenwart und der Geschichte der beiden Brüder Grimm.
Eines der erfolgreichsten Bücher der deutschen Literatur mit weltweiter Wirkungsgeschichte sind die "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Die neue Wechselausstellung „Es war einmal - Die Brüder Grimm und ihre Märchenwelt“ im Forum ALTE POST vom 5. Juli bis zum 16. August 2026 bietet sowohl für Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene umfassende, inspirierende Einblicke in das Leben und die Werke der beiden Brüder Jacob (1785 bis 1863) und Wilhelm Grimm (1786 bis 1859). Zudem erzählt im Klaus-Rheinberger-Saal ein Ausstellungsbereich die Geschichte der Märchenillustration von der Romantik bis zur Gegenwart.
Ein großformatiges Hauptwerk des Jugendstils sowie eine Sammlung gerahmter symbolisch und modern umgesetzter Märchenobjekte zählen zu den Besonderheiten der neuen Wechselausstellung, die von Dr. Bernhard Laurer, Geschäftsführer der Brüder Grimm-Gesellschaft in Kassel, konzipiert wurde.
Weltbekannt wurden die beiden Sprachwissenschaftler und Volkskundler Jacob und Wilhelm Grimm durch ihre ab 1812 herausgegebene Sammlung "Kinder- und Hausmärchen", volkstümlich "Grimms Märchen" genannt. Die Sammlung gilt als die erste systematische, wissenschaftlich dokumentierte Zusammenfassung von Märchentraditionen, die in mehr als 200 Sprachen übersetzt und 2005 in das Weltdokumentenerbe der Unesco aufgenommen wurde.
Märchenhafte Eindrücke auf zwei Ebenen
Im Poissy-Saal machen Porträts, Erstausgaben, Autografen und Ortsansichten die Biografien der beiden Brüder lebendig. Neben historischen Dokumenten werden auch bildliche Zeugnisse präsentiert, zum Teil vom Maler und Zeichner Ludwig Emil Grimm geschaffen. Der junge Grimmbruder (1790 bis 1863) hat mit seinen Radierungen einen maßgeblichen Anteil an der Ausgestaltung der "Kinder- und Hausmärchen".
Die Geschichte der Märchenillustration wird parallel dazu im Klaus-Rheinberger-Saal erzählt. Gerahmte Wandexponate, herausragende illustrierte Märchenausgaben, einige Porzellanobjekte und dreidimensionale Darstellungen machen die Entwicklung dieser Bilder lebendig. Ein Highlight dieser Ausstellung ist der große Jugendstilfries, den die Malerin Gertrud Korth 1913/1914 für ein Kinderzimmer im Haus des Berliner Architekten Friedrich Klingholz schuf. Gut zehn Meter lang und sechzig Zentimeter hoch misst das in leuchtenden Farben gemalte Werk in fünf Teilen und einigen Fragmenten, das verschiedene Märchenmotive aus den Grimm´schen Märchen darstellt, ergänzt durch weitere mythische Figuren. Vor allem die Illustrationen des Malers Otto Ubbelohde, die er zwischen 1906 und 1908 geschaffen hatte, prägen unser visuelles Bild dieser Märchen bis heute. Die Ausstellung zeigt zudem eine Sammlung gerahmter je 25 mal 25 Zentimeter großer Märchenobjekte, mit der zwei niederländische Künstler das Werk Ubbelohdes symbolisch modern umsetzen.
Sonderaktion "Weil Klimawandel kein Märchen ist" vom 22. bis 26. Juli 2026
Passend zum Ausstellungsthema gastieren vom 22. bis 26. Juli 2026 zwei künstlerische Sonderaktionen rund um das Thema Klimawandel unter dem Motto "Weil Klimawandel kein Märchen ist".
Dabei handelt es sich zum einen um fünf großformatige Plakate der Initiative KlimaLautern, die im Glasanbau präsentiert werden. Die Gäste sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen, indem sie eigene Ideen entwickeln und einbringen, wie dem Klimawandel konkret begegnet werden kann. Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter: klimalautern.de.
Zum anderen präsentiert der Künstler Thomas Brenner auf dem angrenzenden Joseph‑Krekeler‑Platz seine Installation "Waldkubus", eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel. Die 2 x 2 x 3,5 Meter große Skulptur aus Baustahlmatten ist mit abgestorbenen Baumkronen gefüllt. In Kooperation mit den Landesforsten Rheinland‑Pfalz wird das Projekt durch fachliche Perspektiven und Hintergrundinformationen ergänzt.
Für die gesamte Laufzeit der Aktionstage vom 22. bis 26. Juli 2026 gilt freier Eintritt im gesamten Forum ALTE POST.
Demnächst
"Die Stille in dir - Fotografien von Steffen Diemer und Inessa Siebert" vom 10. September bis 25. Oktober 2026
Die Fotografien von Steffen Diemer stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Zu sehen sind auch Werke von Inessa Siebert und aus einem Projekt mit einer Klasse des Hugo Ball-Gymnasiums Pirmasens.



