FLUX4ART - Ausstellung
FLUX4ART - Ausstellung
Meike Porz
Wechselausstellungen

FLUX4ART. Kunst in Rheinland-Pfalz 2020 / Landeskunstschau zu Gast im Forum ALTE POST
8. November 2020 bis 14. Februar 2021

  AKTUELL GESCHLOSSEN 


Aufgrund der derzeitigen Schließung des Forum ALTE POST geben in den kommenden Wochen an dieser Stelle kleine "Appetithäppchen" nach und nach einen Einblick in FLUX4ART. Zu finden sind jeweils Informationen zu den Künstlerinnen und Künstlern und ihren Arbeiten in der Ausstellung in Pirmasens.

  • Thomas Brenner
    Thomas Brenner

    Thomas Brenners Installation „Krieg und Frieden“  besteht aus 16 PVC-Bannern, die speziell für den öffentlichen Raum gemacht worden sind. Sie stellen die Wahrheit photographischer Bilder in Frage – ein ganz aktuelles Thema, wie wir in Zeiten von Fake News wissen. Dieses Projekt zielt darauf ab, Menschen anzusprechen, die nicht explizit in Kunstaustellungen gehen, und es soll die Seh-Erwartungen jäh infrage stellen. Die photographischen Bilder sind für den Betrachter leicht zugänglich, grelle Farben und absurde Szenen schaffen Neugierde und sollen bewirken, dass viele Menschen stehen bleiben, genauer hinsehen, sich damit beschäftigen.

    Geboren am 1961 in Wiedenbrück. Studium an der GHS Essen, Kommunikationsdesign, Diplom bei Prof. Inge Osswald und Prof. Volker Küster. Thomas Brenner lebt und arbeitet in Kaiserslautern.

    Weitere Informationen zum Künstler unter www.brenner-photographie.com / https://brenner-photographie.com/die-angst-vor-dem-vermeintlichen-glueck-2/ / https://www.facebook.com/thomas.brenner.547

  • Jens Gussek
    Jens Gussek

    Jens Gussek betreibt Erinnerungsarbeit. In seinen Arbeiten werden Momente zwischen historischer Referenz und alltäglicher Erfahrung verhandelt. Er vergegenwärtigt Ereignisse und Personen, die seinem oder dem allgemeinen Vergessen anheimfallen oder sich in der Wahrnehmung der Zeit verändern. Wie in seiner Installation MARX. ENGELS UND TROTZKI sind die Zeichnungen sehr dunkel, fast schwarz und sie schlagen einen Bogen von der russischen Revolution bis hin zur italienischen Brigate Rosse der 70er Jahre. Der Künstler erinnert sich und beginnt einen Akt der künstlerischen Zuwendung. Der Grad der persönlichen Berührung, die Stärke des Empfindens, die ein Ereignis bei ihm hinterlassen hat, sind seine Auswahlkriterien. Damit verbunden ist keine moralische Intension – eher im Gegenteil.

    Geboren 1964 in Glauchau. Studium an der Kunsthochschule Halle Burg Giebichenstein. Leiter des Institutes für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) Hochschule Koblenz. Jens Gussek lebt und arbeitet in Bad Ems. 

    Weitere Informationen zum Künstler unter www.jens-gussek.de

  • Hans Otto Lohrengel
    Hans Otto Lohrengel

    Hans Otto Lohrengel, der sonst vielfach skulptural arbeitet, zeigt zwei Fotocollagen, den KabelHimmel 5 und KabelHimmel 9. Die Einzelmotive haben oft auf den ersten Blick wenig oder keinen Bezug zueinander. Sie werden durch die Verbindung von Bezugspunkten in eine formale Beziehung gesetzt und erhalten für den Betrachter eine neue Einheit. Er kombiniert und verbindet aus digitalem Fotomaterial unterschiedliche Bildmotive zu neuen Einheiten. Mit formalen Bezugspunkten erreicht er, dass die Bildinhalte in seinen panoramaformatigen, digitalen Fotocollagen in ungewöhnliche, neue Beziehungen gesetzt werden. Sein Ziel ist es, Leichtigkeit, Transparenz, Freiheit und Unendlichkeit herzustellen.

    Geboren 1953 in Köln, Studium der Bildhauerei/ Bauplastik/ Freie Kunst an der FH für Kunst und Design Köln (ehem. Kölner Werkschulen). Hans Otto Lohrengel lebt und arbeitet in Breitscheid/NR.

    Weitere Informationen zum Künstler unter www.lohrengel-art.de

  • Daniel Schieben
    Daniel Schieben

    Das Leitthema des fotografischen Werkes von Daniel Schieben ist die Auflösung und Dekonstruktion von Architekturräumen. Seine Arbeiten, wie hier Weißenhof Corbu 1 und 2, suchen nicht nach dokumentarischer Abbildung, sondern experimentieren mit den Möglichkeiten des Abbildens. Schieben fügt Spuren von Architektur zusammen, die nicht zusammengehören. Im Mittelpunkt seines Werkes stehen Bauten der Nachkriegsarchitektur sowie Gebäude des neuen Bauens. Reduzierte Kontraste, Mehrfachbelichtungen und zurückgenommene Farbigkeit lösen die grafischen Objekte in ihrer natürlichen Körperhaftigkeit und lassen sie in der Fläche des Bildes verschmelzen.

    Geboren 1979 in Trier. Künstlerisches Medium Fotografie. Daniel Schieben lebt und arbeitet in Trier. 

    Weitere Informationen zum Künstler unter www.daniel-schieben.de / instagram.com/danielschieben_kunst

  • Matthias Strugalla
    Matthias Strugalla

    Matthias Strugalla zeigt Leda I und II und wir Betrachter wissen, dass in der Kunstgeschichte Leda mit dem Schwan lange ein beliebtes, erotisches Motiv war. Ihm geht es um ein Nachdenken mit künstlerischen Mitteln über unsere menschliche Existenz, über die Vergänglichkeit, über die Liebe, über die Position des künstlerisch Tätigen in der Welt von heute, über das Ausloten von ästhetischen und inhaltlichen Fragestellungen – also um Grundsätzliches ... Scheinbar schwerelos, in einem imaginären, grenzenlosen Raum schweben seine Figuren und bilden ein traumhaftes Geschehen ab, das die räumlichen Ordnungsbegriffe oben-unten, rechts-links auflöst und alles zu durchdringen scheint. Beim Zeichenprozess verwendet er zuerst den Bleistift, dann legt er die Flächen an, die er mit unterschiedlich verdünnter Tusche auf leerem Bildgrund auflöst, und den Kontrast, den er mit Pinsel und schwarzer Tusche als Akzent setzt.

    Geboren 1948 in Auerbach/ Vogtland. Studium an der Universität Mainz Kunst- und Werkerziehung, Kunstgeschichte. Matthias Strugalla lebt und arbeitet in Pirmasens. 

    Weitere Informationen zum Künstler unter www.matthias-strugalla.de

  • Marita Mattheck
    Marita Mattheck

    Marita Matthecks Serienbild meeting erobert den Raum und verlangt vom Betrachter neue Sehgewohnheiten, da die Kunst nicht nur an der Wand hängt, sondern sich auch auf dem Boden ausbreitet. Was sehe ich zuerst, fragt sich der Betrachter? Einzelne Formen oder Zwischenräume? Was sagt das Gehirn? Diese Faktoren ergeben eine neue bildnerische Sprache, da sich die Formen zu einem neuen Raum zusammenfügen. Die Kommunikation einzelner Gebilde, Leere und Fülle, erzeugen eine spannungsvolle Aktivität, die dem Betrachter eine neue Raum- und Zeitillusion eröffnet. Typisch sind die eckigen Formen, inspiriert durch asiatische Kunst – viel-wenig, klein-groß und schmal-breit. Auffällig und charakteristisch für Marita Mattheck ist die Schwarz-Weiß-Farbchromatik.

    Geborgen 1950. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Staatsexamen. Marita Mattheck lebt und arbeitet in Leimersheim. 

  • Franziskus Wendels
    Franziskus Wendels

    In den Bildern Franziskus Wendels‘ ist die Dunkelheit die Grundierung des Lichts und man denkt an das Zitat von Rembrandt: „Je dunkler man ein Bild macht, umso mehr tritt das Licht hervor.“ Das Thema „Licht“ zieht den Maler schon viele Jahre in den Bann. Allerdings interessiert ihn weniger die grell erleuchtete Stadt als einfache, alltägliche Situationen, in denen er das Phänomen „Licht“ erlebt. Er arbeitet häufig in Serien an diesen Themen und versucht unterschiedliche Aspekte, Ausschnitte und verschiedene Grade der Abstraktion zu erkunden. Der Ausgangspunkt seiner Malerei ist fast immer eine schwarz grundierte Leinwand. Sie ist der dunkle Raum, in den hinein er mit abgestuften Grautönen malerische Spuren setzt und ein Motiv entwickelt. Ihn fasziniert immer wieder aufs Neue, wie Dinge, Räume und Landschaften durch Licht in Erscheinung treten, wie sie sich aus dem Dunkeln herauslösen und sichtbar werden.

    Geboren 1960 in Daun in der Eifel. Studium Bildende Kunst und Katholische Theologie in Mainz und in Montpellier. Nach dem Examen begann er ein weiteres Studium an der Freien Universität Berlin in den Fächern Philosophie und Kunstgeschichte. Er lebt und arbeitet in Köln und Daun.

    Weitere Informationen zum Künstler unter www.Franziskus-Wendels.de

  • Juyoung Paek
    Juyoung Paek

    Albtraumgreifer heißt die Porzellanskulptur von Juyoung Paek und steht im Gegensatz zu ihren großen Arbeiten und Installationen, die sich jedoch alle mit ihrem Kernthema Traum, Schlaf, Hoffnung, Realität oder Emotionen auseinandersetzt. In ihrer künstlerischen Arbeit wird die kleine Skulptur realistisch dargestellt, denn sie wird zum Beschützer – sie greift Albträume und negative Gedanken auf. Um das Unsichtbare zu versinnbildlichen, um die Ängste der Künstlerin vor dem Alleinsein und weiteren negativen Erfahrungen von Angst, Furcht und Dunkelheit zu realisieren, werden sie in Kunst umgesetzt. Nachdem sie angefangen hat, die Ängste in Formen zu bringen, sind die Formen stärker geworden und die Ängste kleiner.

    Geboren 1988 in Korea. Studium MFA IKKG (Institut für künstlerische Keramik und Glas), Höhr-Grenzhausen und in Ewha w. Universität, Seoul, Korea. Juyang Paek lebt und arbeitet in Höhr-Grenzhausen.

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.juyoungpaek.com

  • Liane Deffert
    Liane Deffert

    Liane Defferts Wandarbeiten Open Casing I und II verweisen auf die Grundelemente modernen Bauens: Beton und Stahl. Ihre ‚Casings‘, also Gehäuse, sind collagenhaft aneinandergefügte, keramisch-kantige Flächen, die mit Fundstücken aus Metall verbunden sind. Die steinartige Keramik mit ihren Werkspuren wie Noppen und Lufteinschlüssen sowie das biegsame Metall bilden eine haptische, visuelle Spannung. Die Kanten und Oberflächen weisen Spuren des Arbeitsprozesses auf: Durch Gussverfahren geformte Ränder und unregelmäßig verteilte Poren in den Oberflächen, wie man sie von gegossenem Beton her kennt, stehen spannungsreich zu klarer Konturierung und steinartiger, kubischer Form. Die Flächen sind so miteinander verbunden und gegeneinander geklappt, dass offene räumliche Situationen und architektonisch Zusammenhänge entstehen.

    Geboren 1958 in St. Georgen/Schwarzwald. Studium der Geografie, Politikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes. Studium der Kunsterziehung an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, Staatsexamen. Liane Deffert lebt und arbeitet in Wittlich. 

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.bbkrlp.de / www.gb-kunst.de / www.EVBK.org / www.km570.de

  • Uta Grün
    Uta Grün

    Von Uta Grün werden vier kleinformatige Bilder gezeigt. Die Collagen sind bewusste Gegenpositionen zu einer Kunst der Überwältigung – wie wir es vielfach im Kunstmarkt sehen –, eine zunehmende Überdimensionierung und Aufgeblasenheit von Kunstpräsentationen, die sich zu Unterhaltungsevents hochschrauben. Hinter den kleinen Arbeiten steht ein kritisches Menschenbild und ein kritisches Verhältnis zur Kunst – beides geprägt von Distanz. Archaisch anmutende Wesen, Figurenfragmente, Dinge, Zeichen und monochrome Flächen sind einer strengen Choreografie unterworfen und wirken ohne Raum und Zeitbezug – sie entziehen sich logischen Herleitungen und berühren existenzielle Fragen und Urängste. Dafür verwendet sie eine Mischtechnik auf robustem Archivkarton. Neben den Weiß- und Grautönen ist Schwarz von zentraler Bedeutung – eine Farbe des grundsätzlichen Infragestellens, der Verweigerung.

    Geboren 1955 in Braubach/Rhein. Studium der Bildenden Kunst und Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Staatsexamen. Uta Grün lebt und arbeitet in Boppard/Wiesbaden.

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.uta-gruen.de 

  • Jens Hafner
    Jens Hafner

    Jens Hafner hat eine Vorliebe für dunkle Bilder und melancholische Szenarien. Die Nacht gehört den Träumen und Ängsten, ein Thema, das die Romantiker im 19. Jahrhundert neu belebten. Ein berühmtes Motiv der romantischen Malerei ist die Repoussoir-Figur, wie wir sie von Caspar David Friedrich kennen. Meist eine dunkle Gestalt, die dem Betrachter den Rücken zuwendet und selbst ins Bild zu schauen scheint. Oft steht sie im Vordergrund als Silhouette, zieht den Blick in die Tiefe des Bildes und schafft Raum und Perspektive. Die einsamen Figuren von Hafner wirken zeitgenössisch und widmen sich Fragen und Problemen der Gegenwart. Der Künstler setzt pastose Pinselschwünge, der Himmel tritt als schlieriger Vorhang auf, alles ist in dramatisches Licht getaucht – mal in kalten und eisigen Farben oder warm und lodernd.

    Geboren 1981 in Heidelberg. Studium der Bildenden Kunst an der FKAM. Jens Hafner lebt und arbeitet in Hirschhorn am Neckar.

    Weitere Informationen zum Künstler unter https://www.jens-hafner.de

  • Sylvia Richter-Kundel
    Sylvia Richter-Kundel

    Sylvia Richter-Kundels installative Arbeiten sind konzeptionell angelegt. Widersprüche und Skurilitäten im menschlichen Miteinander bilden dabei die bestimmenden Themen – immer begleitet von einem ironischen Augenzwinkern. Die Installation Influencer zeigt Menschen, die durch äußerliche Besonderheiten und Skurriles auffallen. Influencer meint hier Menschen aus Sozialen Medien als auch Menschen, die innere Widersprüche offen zur Schau tragen – beides schräge Gestalten. Die Installation fordert Fragen heraus: Welche Bedeutung wird dem äußeren Erscheinungsbild eines Menschen beigemessen? Wie und wodurch ließen bzw. lassen sich Menschen gestern und heute zum Nachahmen und als Mitläufer verführen? Warum spielen die Sozialen Medien als Jahrmarkt der Eitelkeiten in unserer Zeit eine so herausragende Rolle?

    Geboren in 1951 in Chemnitz. Studium Freie Malerei und Grafik an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt/Main und Kunstgeschichte, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg I Soziologie, Goethe-Universität Frankfurt/Main. Lebt und arbeitet in Worms.

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter https://bbk-rlp-kuenstlerseite-sylvia-richter-kundel.jimdosite.com

  • Paula Sippel
    Paula Sippel

    In einer Zeit der Selfies auf Instagram hinterfragt Paula Sippel das Genre Portrait, kritisiert die heutige Filter-Kultur und deren Schnelllebigkeit und stellt ihr historische, gezeichnete oder gemalte Portraits entgegen. Die Frage nach Selbstinszenierung stellen sich Künstler seit der Renaissance. Die Künstlerin interessiert sich für Relikte aus dem analogen Zeitalter der Fotografie. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist ihr Archiv, das aus tausenden Dias, Fotos und Dateien besteht und das sie auf eBay, bei Trödlern und auf Flohmärkten zusammengekauft hat. Sie reißt die einzelnen Motive, zumeist überdimensional und umgesetzt in eine kraftvolle Pinselführung, aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang, und stellt sie in einen neuen Kontext, den der Malerei. Die Arbeit ist auf großformatigem Papier (Zeichenkarton) in schwarzer Ölfarbe gemalt.

    Geboren 1985 in Frankfurt am Main. Studium an der Kunsthochschule Mainz bei Prof. Friedemann Hahn und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Staatsexamen. Paula Sippel lebt und arbeitet in Nieder-Olm.

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter paula.sippel.de

  • Silvia Wilkens
    Silvia Willkens

    Silvia Willkens' Beitrag sind zwei Frauenportraits in Acryl auf Leinwand – keine Portraits im klassischen Sinne. Es geht der Künstlerin nicht um die Beschreibung einer ganz bestimmten Persönlichkeit, sondern eher um die Darstellung von Empfindungen, dem Blick auf die Welt, der sich in den Gesichtern spiegelt. Die Gesichtszüge von Nusch allerdings gehen tatsächlich auf eine Fotographie von Man Ray zurück. Nusch Éluard war die Frau von Paul Éluard aus der Künstlergruppe der Surrrealisten. Willkens' eigentliche Arbeit beginnt mit dem Suchen und Ertasten von Gemütszuständen, der inneren Welten der Figuren. Die Attribute, wie zum Beispiel die Kopfbedeckung und Strukturen im Umfeld der Gemalten, versteht sie als Metaphern für die Gedankenwelt der jeweiligen Person; sie folgen nicht einer realistischen Logik. Allesamt sind es schöne, meist starke Frauen, die nicht einer Zeit oder einem Kulturraum zuzuordnen sind, sie schafft mehr eine Art Amalgam des Menschen.

    Geboren 1953 in Bad Kreuznach. Studium der Kunsterziehung mit Schwerpunkt Malerei/Zeichnung an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Johannes Gutenberg Universität Mainz, Fachbereich Kunst. Staatsexamen. Silvia Willkens lebt und arbeitet in Mainz und Oestrich Winkel.

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.silvia-willkens.de 

  • Meike Porz
    Meike Porz

    Ihre Bildmotive schöpft die Malerin Meike Porz aus einem Fundus von Fotomaterial, das über viele Jahre zu einem umfangreichen und persönlichen Archiv herangewachsen ist: Motive von Mensch, Natur, Stadt, Architektur und den sie unmittelbar umgebenden Erfahrungs- und Lebensraum. Dabei kombiniert sie Elemente, die auf den ersten Blick nur scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Es entstehen spannende Inszenierungen und präzis organisierte Bildräume von häufig zurückgenommener Farbigkeit. Ihre Arbeiten leben vom kalkulierten Einsatz weniger Bildelemente und der Spannung von Gegensätzen wie Fläche – Linie oder Konkretion – Abstraktion, Realität zu Gestik und Ballung zu Streuung. Der Betrachter ist gefordert, Zusammenhänge herzustellen und im besten Sinne seine ganz eigene Geschichte zu entdecken.

    Geboren 1960 in Jakobsweiler, Rheinland-Pfalz. Studium der Malerei Kunstakademie Mainz und an der Ecole des Beaux-Arts, Montpellier, Staatsexamen und Diplom Bildende Kunst. Meike Porz lebt und arbeitet in Landau. 

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.meikeporz.de

  • Maria Trezinski
    Maria Trezinski

    Die Motive der Bildwelten von Maria Trezinski entstammen der Natur und dem Tierreich. Immer im Spannungsfeld zwischen Tod, Verlust und Trauer sowie Wärme und Exzess. Meist sind es Objekte, die durch ihre Textur und ihren Aufbau faszinieren, die jedoch auch fremdartig, gefährlich oder sogar ekelhaft auf den Betrachter wirken können. Mit Hilfe der Malerei macht sie die Oberflächenstruktur der Bildgegenstände erfahrbar. Durch ein Wechselspiel von konzentriert gemalten, naturalistisch anmutenden Anteilen im Bild sowie unscharf wirkenden Sprühflächen versucht sie, das Dargestellte malerisch zu durchdringen und eine Ambivalenz zwischen der ansprechend gemalten Oberfläche und der Morbidität des Inhaltlichen zu schaffen. Durch die Maßstabsverschiebung der Bildmotive wird der Betrachter mit einer Welt konfrontiert, die normalerweise unsichtbar bleibt und gemieden wird.

    Geboren 1994 in Braunschweig, Studium der Freien Kunst (Diplom) an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Hartmut Neumann und Wolfgang Ellenrieder. Maria Trezinski lebt und arbeitet in Speyer.

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.trezinski.de / instagram.com/mariaTrezinski 

  • Martin Streit
    Martin Streit

    Im Jahr 2010 entwickelt Martin Streit eine große, begehbare Camera Obscura und auch kleine transportable Camera Obscura-Kisten. Diese verbinden zwei fototechnischen Disziplinen miteinander, indem er die Bilder, die in der Camera obscura entstehen, digital abfotografiert. Dieses neu entwickelte Werkzeug dient dem Künstler dazu, seine Form- und Farbwelt in ein fotografisches Medium zu transformieren, das ihm erlaubt, bei gutem Tageslicht mit relativ kurzen Belichtungszeiten Menschen im städtischen Kontext einzufangen. Die digitalen Fotos werden mit lichtechten Tinten auf ein Injektpapier gedruckt und auf Alu-Dibond aufkaschiert. Der künstlerische Schwerpunkt liegt bei all seinen Arbeiten auf der Unschärfe, auf dem Thema der Farbe und vor allem auf dem transluzenten Licht.

    1964 Geboren in Koblenz. Ausbildung zum Kunstglaser in Trier, Kunstakademie Münster, Freie Malerei, Kunstakademie Düsseldorf, Studium der Malerei bei Prof. Gotthard Graubner, Lebt und arbeitet in Köln und Andernach-Kell.

    Weitere Informationen zum Künstler unter www.martinstreit.net

  • Andrea Esswein
    Andrea Esswein

    Kopygraphien nennt Andrea Esswein ihre Arbeiten, die mithilfe von Kopiergeräten entstehen. Objekte, Pflanzen, Tiere werden als Ganzes oder als Ausschnitt abgelichtet und aus den Kopien, die wie Puzzleteile – entlang der Orthogonalen, geradlinig – zusammengesetzt werden, entsteht ein neues Bild. Der Künstlerin geht es dabei um die Konstruktion einer neuen Bildrealität, die die gewohnte Perspektive verlässt. Die starken Kontraste, die der Kopiervorgang und die nachträgliche Bearbeitung mit sich bringen, lassen Essweins Objekte aus der Tiefe einer dreidimensionalen Dunkelheit hervortreten und in einem Schwebezustand der Unantastbarkeit verharren. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Versiegelung mit Lacken und Kunstharzen.

    Geboren 1969 in Germersheim. Kunststudium am Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Landau, Aufbaustudium Kulturmanagement, Ludwigsburg. Andrea Esswein lebt und arbeitet in Wiesbaden/Mainz und Berlin.

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.andrea-esswein.com / artitious.com/artist/andrea-esswein / www.existenzundexzellenz.de / https://vimeo.com/user43112977 / https://www.instagram.com/ann_eaty

  • Christine Fischer
    Christine Fischer

    Das Interesse von Christine Fischer gilt dem Körper im Raum. Ihre Arbeiten fußen stilistisch auf ready mades und object trouvés. Sie arbeitet mit textilen Werkstoffen, die fragil und verletzlich wirken, zwischen den Polen „werden-Vergehen“, Leben und Tod sowie gesellschaftskritisch-realistisch und surrealistisch. Die äußere Form bei ihrer Installation Support ergibt sich aus dem von ihr verwendeten Material. In diesem Fall ist es Plastikabfall, der durch Folie verdichtet wird und anschließend durch Stoff seine Form erhält. Die Dinge im Innern der Skulptur drücken mit ihren Ecken und Kanten auf den darüber gespannten Stoff. Die so entstandene, für sie typische bioamorphe Form erhielt abschließend eine Pigmentierung. Der integrierte Fußschemel geht mit der Form eine Verbindung ein. Ein bandagierter Ast stützt die Form ab.

    Geboren 1950 in Ludwigshafen/Rhein. Studium Bildende Kunst an der Freien Kunstakademie Mannheim bei Barbara Hindahl. Christine Fischer lebt und arbeitet in Ludwigshafen/ Rhein. 

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.christinefischer.eu

  • Kathrin Schneider
    Kathrin Schneider

    Das Wechselspiel von Raum und Fläche, Enge und Weite, Stabilität und Instabilität bestimmt die atmosphärischen Bildräume der Malerei von Kathrin Schneider. Das Nebeneinander fein lasierender und transparenter Partien, opaker Flächen und pastos oder leuchtend greller Setzungen erzeugt ein farblich differenziertes Spiel zwischen Räumlichkeit und Fläche, das durch den Einsatz von Techniken wie Kratzen und Schürfen den emotionalen Charakter der Bilder verstärkt. Wo in früheren Arbeiten häufig die Figur Anhaltspunkt für eine widersprüchliche Bildräumlichkeit gegeben hat, kann nun ein gesetzter Pinselstrich oder ein Fleck auf die vorhandene Dimension des Bildraumes hinweisen und helfen, diesen in der Abstraktion zu verdeutlichen. Ihre Bilder entstehen oft parallel und auch im Dialog miteinander. Es ist ein Ringen um Verdichtung und Reduktion, während die Bilder oft gleichzeitig durch mehrere Ebenen der Übermalung an Tiefe gewinnen.

    Geboren 1982 in Mainz. Philipps-Universität Marburg Grafik/Malerei, Kunstgeschichte und Germanistik. Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Malerei. Kathrin Schneider lebt und arbeitet in Mannheim und Heidelberg.

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.kathrinschneider.com

  • Anna Maria Tekampe
    Anna Tekampe

    Bei Anna Maria Tekampes Arbeiten steht die „Entdeckung des Ich“, der existenzialistische Satz von Augustinus „Ich bin mir selbst zu einer Frage geworden“ im Mittelpunkt. Ihre Installation stellt an uns Betrachter Fragen zur Konstitution des menschlichen Bewusstseins - und sucht nach seinen Ausformungen und Grenzen. Wir sehen irdene Gefäße in Form von Keramikformen, die vom Körper abgeformt sind. Haar als Zeugnis von Schönheit und Vergänglichkeit, aber auch von Weiblichkeit. Das reine Bewusstsein könnte mit Töpfererde verglichen werden und die mentalen Konstrukte mit den verschiedenen Formen, in die der Ton gebracht werden kann. Gleichgültig, welche Form der Ton annimmt, er bleibt selbst im Wesentlichen unverändert. Der Diskurs und die Zusammenhänge zwischen Schönheit, Ästhetik und Bewusstsein werden von ihr hinterfragt.

    Geboren 1983 in Mainz. Sie studierte in Karlsruhe Kunst und Medienphilosophie (Staatliche Kunst Akademie und Staatliche Hochschule).

    Weitere Informationen zur Künstlerin unter www.annatekampe.de / www.instagram.com/annamariatekampe

Informationen zu FLUX4ART

Nach ihrer Premiere im Jahr 2018 präsentiert die Landeskunstschau FLUX4ART in der zweiten Auflage erneut ausgewählte Werke von insgesamt 60 Künstlern im Rahmen von drei Ausstellungen in Wittlich, Bendorf und Pirmasens. Ziel ist es, die Qualität und Vielfalt zeitgenössischer Kunst in und aus Rheinland-Pfalz sichtbar zu machen, wobei sowohl bereits etablierte als auch ganz aktuelle, junge Positionen in einer spannenden Gegenüberstellung mit den historischen Kontexten korrespondieren. Träger der FLUX4ART ist der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz im Bundesverband e.V. – BBK RLP.

In Pirmasens liegt die inhaltliche Klammer der Ausstellung auf der Malerei, die wieder in das Blickfeld der aktuellen Kunst geraten ist und ein Hoch erlebt. Immer wieder erweist sich die Zweidimensionalität des Bildfeldes als perfektes Medium für ganz unterschiedliche malerische Ausdrucksformen und Inhalte. Gerade heute, vor dem Hintergrund einer umfassenden Digitalisierung, zeigt sich, welche Möglichkeiten das gemalte Bild, in Öl, Acryl, Tusche oder als Zeichnung, zu bieten hat. Prominent ergänzt wird die abstrakte und figurative Malerei durch das Thema Fotografie sowie einzelne Installationen. Insgesamt sind Arbeiten von 24 Künstlern zu sehen.

Weitere Informationen bietet der Veranstaltungsflyer

Weitere Informationen zu FLUX4ART, allen teilnehmenden Künstlern und zum Konzept der Landeskunstschau sind unter https://www.flux4art.de verfügbar.

Corona-bedingt musste das Forum ALTE POST zum 2. November schließen. In der Hoffnung auf eine mögliche Wiedereröffnung wurde die Laufzeit der Ausstellung bis ursprünglich 17. Januar vorsorglich bis zum 14. Februar 2020 verlängert.

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